Füchse in der Stadt

 

Auf dem Weg zur Arbeit, am Müllcontainer der Pizzeria gegenüber oder in Nachbars Garten - viele Menschen sind mitten in der Stadt schon einmal einem Fuchs (Vulpes vulpes) begegnet, entdecken ihre Spuren und Baue. Doch was wissen wir über unsere wilden Mitbewohner? Welche Lebensräume in der Stadt nutzen sie? Wie haben sie sich an das Leben im Großstadtdschungel angepasst? Finden Sie zusammen mit StadtWildTiere dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) mehr über Füchse in Berlin heraus!


 

Worum geht es in dem Projekt?

Die weltweit zunehmende Verstädterung führt zur Besiedlung urbaner Räume durch verschiedenste Wildtierarten. Der Rotfuchs ist inzwischen in einigen unserer Städte heimisch und auch Berlin gilt als flächendeckend besiedelt. Wie viele Füchse es in Berlin gibt und wie sie sich an das Leben in der Stadt anpassen, weiß man noch nicht:

Wie bewegen und verhalten sich die Füchse?  Sind „Stadtfüchse“ eine eigene Population oder wandern sie aus dem Brandenburger Umland ein? Wovon ernähren sie sich und welche Krankheiten haben sie?

Entlang verschiedener Urbanitätsniveaus - vom Stadtwald, übers Industriegebiet, zum Regierungsviertel- erforschen wir im Stadtgebiet von Berlin:

Copyright: Sophia Kimmig

CITIZEN WANTED! Wie können Sie sich beteiligen?

1. Fuchs gesehen? Melden Sie uns Ihre Sichtung!

Sie haben in Berlin, Brandenburg oder an einem anderen Ort einen Fuchs gesehen? Melden Sie uns den Fuchs auf www.Stadtwildtiere.de. Hier können Sie neben Füchsen auch viele weitere Tiere und ihre Spuren melden und wenn Sie mögen, auch ein Foto da lassen.
Hier geht es direkt zur Eingabe.

 

2. Bürgerwissenschaften: Hier können Sie aktiv mitforschen!

Um zu verstehen, wie Füchse in der Stadt leben, brauchen wir neben ihren Aufenthaltsorten und Daten über das Verhalten, auch Informationen über ihre Umwelt. Zum Teil helfen dabei Stadtpläne und Geodatenbanken. Informationen über den wichtigsten Faktor, unsere, menschlichen Aktivitätszeiten, findet man dort jedoch nicht.
Auf www.Stadtwildtiere.de kann sich die Berliner Bürgerschaft daher an der Forschung beteiligen. Bürgerwissenschaftler_Innen können helfen, die fehlenden Daten für das Fuchs-Projekt zu sammeln. Sie dokumentieren beispielsweise, wo Fuchsbaue zu finden sind und wie laut oder hektisch es in Ihrem Kiez zugeht. Mit Ihrer Hilfe erforschen wir dann zum Beispiel, wie sich die Tiere mit Straßenverkehr und Menschlicher Aktivität arrangieren.

Hier finden Sie die Möglichkeiten, sich in diesem und anderen Projekten zu beteiligen. Einfach anklicken und informieren.

Copyright: Sophia Kimmig
rbb

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Darüber hinaus begleitet der rbb das Fuchsprojekt medial, in Radio und Fernsehen sowie online unter www.rbb-online.de/fuechse.
Hier können Sie auch weiterhin ihre schönsten Wildtierfotos und Videos hochladen und mit anderen teilen.

Was passiert mit den Ergebnissen und wozu trägt die Forschung bei?

Die von den engagierten Citizen Scientists erhobenen Daten fließen direkt in die wissenschaftliche Forschung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) ein. Jede Bürgerwissenschaftlerin und jeder Bürgerwissenschaftler leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Füchse in Berlin.

In allen Ländern der Welt wachsen Städte mit enormem Tempo an und verdrängen so natürliche Landschaften. Eine Reihe von Tier- und Pflanzenarten hat sich die Stadt als Lebensraum erobern können; allerdings ist bisher nur in Ansätzen verstanden, welche Voraussetzungen dafür nötig sind und welche Anpassungsmechanismen es gibt. Ein Verständnis der Lebensweise von Wildtieren in der Stadt trägt entscheidend dazu bei, Strategien zu entwickeln, um Natur in der Stadt zu schützen, Konflikte zu minimieren und beispielsweise bereits in der Bau- und Stadtplanung Aspekte zu berücksichtigen, die ein gutes Miteinander von Mensch und Natur fördern.